Winter-Sauna: richtig entspannen
Der Winter ist die perfekte Jahreszeit für regelmäßige Saunagänge. Die Kombination aus Kälte draußen und wohliger Hitze drinnen hat nicht nur einen hohen Erholungswert, sondern unterstützt auch Kreislauf und Immunsystem. In diesem Beitrag erkläre ich, warum Saunagänge im Winter besonders wohltuend sind, wie Wechselduschen und Kältereize (zum Beispiel Tauchbecken) optimal eingesetzt werden und welche Sicherheitsregeln bei kaltem Wetter gelten.

Warum Saunagänge im Winter besonders wohltuend sind
Im Winter ist unser Körper oft stärker anfällig für Erkältungen und die Stimmung kann durch weniger Tageslicht leiden. Regelmäßige Saunabesuche helfen, die Abwehrkräfte zu stärken, da kurze, kontrollierte Wechsel von Hitze und Abkühlung die Durchblutung und die Immunantwort anregen. Zudem wirkt die Wärme entspannend auf Muskulatur und Psyche: Stresshormone sinken, die Schlafqualität verbessert sich häufig und die allgemeine Regeneration wird gefördert.
Aufbau einer typischen Winter-Sauna-Session
- Vorbereitung: Vor der Sauna kurz duschen und gut abtrocknen. Ohne nasse Haut schwitzt man schneller und gleichmäßiger.
- Aufguss und Hitze: 8–15 Minuten in der trockenen Sauna (je nach Hitzetoleranz und Erfahrung). Anfänger lieber kürzer beginnen.
- Abkühlung: Direkt danach langsam abkühlen – zuerst an der Luft, dann kalte Dusche oder Tauchbecken.
- Pause: 10–20 Minuten Ruhephase, am besten warm anziehen und ein warmes Getränk ohne Alkohol.
- Wiederholung: 2–3 Durchgänge sind für viele ideal. Auf den eigenen Körper hören und Überforderung vermeiden.
Wechselduschen und Kältereize (Tauchbecken)
Der Wechsel zwischen heiß und kalt ist das Kernprinzip der traditionellen Sauna-Anwendung. Eine Wechseldusche regt den Kreislauf an und stärkt die Gefäßfunktion:
- Beginnen Sie nach dem Saunagang mit einer kurzen, lauwarmen Dusche, um groben Schweiß abzuspülen.
- Wechseln Sie dann für 15–30 Sekunden zu kaltem Wasser. Atmen Sie ruhig weiter und spannen Sie nicht den ganzen Körper an.
- Wiederholen Sie den Wechsel 2–3 Mal. Für das Tauchbecken gilt: Zügig eintauchen, nicht lange verweilen — kurz abtauchen (5–10 Sekunden) reicht oft aus.
Wichtig: Kältereize sollten nie schmerzhaft sein. Wer unter Kreislaufproblemen, hohem Blutdruck oder Herzkrankheiten leidet, sollte vor intensiven Kältereizen Rücksprache mit dem Arzt halten.
Sicherheit bei kaltem Wetter
Beim Saunieren im Winter gilt besondere Vorsicht, weil die Temperaturdifferenzen zwischen Sauna und Umgebung groß sind. Diese Hinweise helfen, Risiken zu minimieren:
- Nicht direkt nach dem Saunagang barfuß über vereiste Flächen laufen. Rutschgefahr vermeiden — warme Schuhe anziehen.
- Beim Verlassen des Sauna-Bereichs schnell, aber kontrolliert ins Warme zurückkehren. Langes Sitzen in klirrender Kälte kann den Kreislauf belasten.
- Genügend trinken: Vor und nach der Sauna Wasser oder ungesüßten Tee. Alkohol vor oder während der Sauna vermeiden — er erhöht das Risiko für Kreislaufprobleme.
- Auf angemessene Bekleidung achten: Nach der Ruhephase warm anziehen (Socken, Mütze, Schal), denn der Körper kühlt nach dem Saunagang leicht aus.
- Bei extremer Kälte oder Eisregen lieber kürzere Außenwege einplanen und eine Begleitperson dabei haben, falls erforderlich.
Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen
Nicht jeder profitiert gleichermaßen von Saunagängen. Verzichten oder sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, wenn Sie:
- Akute Infekte mit Fieber haben,
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder unkontrollierten Bluthochdruck,
- Schwanger sind (besonders im ersten Trimester ist Vorsicht geboten),
- Unter Medikamenten stehen, die den Kreislauf beeinflussen.
Praktische Tipps für den perfekten Winter-Saunagang
- Plane deinen Saunabesuch nicht direkt nach einer großen Mahlzeit.
- Bringe ein großes Handtuch mit, um Hygieneregeln einzuhalten und dich auf die Liege zu legen.
- Entspanne nach der Sauna bewusst: Atemübungen oder eine kurze Meditation können die Erholung vertiefen.
- Regelmäßigkeit zahlt sich aus: Wer mehrmals pro Woche sauniert, bemerkt meist größere Effekte auf Wohlbefinden und Schlaf.
Fazit: Saunagänge im Winter sind eine hervorragende Möglichkeit, Körper und Geist zu stärken. Mit den richtigen Abläufen bei Wechselduschen und Kältereizen, sowie mit Beachtung der Sicherheitsregeln, wird aus einem Saunabesuch ein rundum wohltuendes Erlebnis — selbst bei frostigen Außentemperaturen.
Sehr hilfreicher Artikel! Die Tipps zur Wechseldusche werde ich beim nächsten Saunabesuch ausprobieren.
Guter Hinweis zur Sicherheit bei Eis und Schnee. Gerade das Barfußlaufen auf vereisten Wegen unterschätzt man leicht.
Als regelmäßige Saunagängerin kann ich bestätigen: Schlaf und Immunsystem profitieren wirklich.
Könnt ihr noch mehr zu Atemübungen nach der Sauna schreiben? Das würde mich interessieren.
Danke für die Kontraindikationen. Ich werde vor dem nächsten Besuch mit meiner Ärztin sprechen.